Pappenspiel #2b: Coop mode – Beta Test

Einmal im Jahr habe ich im Vergleich für lächerlich wenig Geld unfassbar viel Spaß, an dieser Stelle einen unfassbar großen Dank an die Organisatoren… Ein kleiner Erfahrungsbericht als Gastautor in der Reihe Pappenspiel!

Jährlich findet in Braunschweig ein Spielewochenende statt, dass ich -seit es dieses gibt- immer gern Besuche! Lecker Chilli, lecker Käsesuppe, und einen ganzen Haufen Pappenspiel. Großartig. Schon öfter habe bin ich dort mit dem ein oder anderen Virus infiziert worden. Zum Beispiel Small World, dass ich zwar aus TableTop(Youtube/EN) schon kannte, aber auch immer mal selber spielen wollte.

Dieses Jahr gab es aber ein besonderes Virus. Der Reihe nach: Nachdem wir dieses Jahr bedauerlicherweise nicht die Zeit hatten, die wir gern gehabt hätten, kamen wir erst gegen Abend. Und sowohl die Liste der Spiele als auch die Ansicht des Regals zeigten keinen wirklichen Kanditaten, den man mal Probespielen könnte. Da kamen wir beim Essen auf eine brilliante Idee: Letztes Jahr waren doch ein paar Prototypen da? Vielleicht sind sie es wieder?

Ja sind sie! „Fragt nach Malte, der sitzt oben in der Mitte irgendwo!“, sagte man uns – gesagt getan, und Malte und seine Mitspieler waren dankenswerterweise bereit eine Partie von… Ja, was eigentlich? Mit uns zu spielen. Falls der Prototyp einen Namen hatte, so haben wir ihn nicht erfahren, dafür aber eine Erklärung vom Autor selbst bekommen, der zumindest mich mit seinem Enthusiasmus angesteckt hat.

Ein liebevoll und funktional gestalteter Prototyp auf zusammengetapten neun A4 Bögen. Es erinnert ein wenig an Pandemie. Als die Erklärung einsetzt wird schnell klar, in die andere Richtung weht der Wind: Wir sind Krankheitserreger. Spielen aber kooperativ gegen die ganze Menschheit! Gewinnen werden wir, wenn wir uns über die ganze Welt ausbreiten und ein paar Städte völlig flach legen, bevor wir zuoft geheilt wurden. Pro Runde und Dingen die wir tun, bekommen wir neue DNS, die wir zum mutieren benutzen können: Neue Verbreitungswege erschließen, neue Symptome entwickeln oder alte verstärken.

Spielverlauf

Die Runde am Schluss! Wir stehen kurz davor die Welt zu infizieren, noch sind die Fährverbindungen zwichen Europa und Nordamerika offen! Als ich mich nach dem Foto wieder setzte nicht mehr :-)!

Im großen und ganzen hat das Spiel einen großen Spaß gemacht. Um eine abschließende persönliche Bewertung abgeben zu können, würde ich es gern noch ein-/zweimal spielen. Einzig stört mich, dass wir als Krankheitserreger „wissen“ welche Flughäfen dicht sind, und Infektionsrouten daraufhin umplanen können. Aber egal, ich hatte einfach das Gefühl, dass Lars, der Hauptautor dieser Reihe Pappenspiel in solchen Fällen gerne äußert:

„Deswegen mag ich diese Hobbies! Wie albern: Du verlierst ja Deine Zysten nicht, nur weil Du eine Überempfindlichkeit entwickelst!“

Diese Aussage ist so tatsächlich während unseres Spiels vom Autor beim erklären gefallen. Er erzählte ebenfalls von einer weiteren hübschen Begebenheit, um die zu verstehen müssen wir nochmals kurz in das Spiel abtauchen: Wenn eine Stadt einen Todesfall hat, es aber keinen aktiven Erreger mehr gibt, steht diese unter Quarantäne und kann nicht infiziert werden bis ein Erregerstamm über seine DNS-Punkte die Fähigkeit der Nekrose entwickelt. Besonders hässlich ist das, wenn es Nadelöhre betrifft, Städte, die die einzige Verbindung zwischen zwei Gebieten darstellen, sodass Gebiete voneinander getrennt werden. Laut Autor hat das zu folgender Szene geführt, Ein Spieler ruft laut im Saal:

„HURRA!!! Wir haben Nekrose!“

Die Verwirrung, die das bei Umsitzenden hervorruft überlasse ich der Fantasie. Und ich sehe schon wieder Lars Mundwinkel zucken! Es ist skuril und gerade diese Skurilität ist eine der reizvollsten Angelegenheiten an diesem Hobby. In diesem Sinne: Weiterspielen!

apw

Axel ist Elektrotechniker in Forschung, Planung und Fertigung. Er schreibt über Spiele, Hörspiele, Technik, Geocaching und vieles weitere.

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